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Tonies und RFID-Verbuchung: Besonderheiten

Problembeschreibung

Toniefiguren lassen sich per RFID nicht oder nur unzuverlässig verbuchen. Der Bibliothekstransponder wird nicht oder nur bei direktem Auflegen erkannt. Oder an der Theke und am Selbstverbucher erscheinen Fehlermeldungen, die die Ausleihe blockieren.

Gilt für

BIBLIOTHECAnext

Lösung

Toniefiguren enthalten einen eigenen passiven NFC-Chip, über den die Toniebox die Figur erkennt. Dieser Chip kann je nach RFID-System vom Verbuchungsgerät mitgelesen werden oder den Bibliothekstransponder stören. Klebt der Bibliothekstransponder direkt an der Figur oder sehr dicht am Chip, ist die Verbuchung deshalb häufig unzuverlässig.

Wir empfehlen, jede Toniefigur in einem separaten Behälter aufzubewahren und den Bibliothekstransponder am Behälter anzubringen, nicht an der Figur. Beachten Sie dabei Folgendes:

  1. Geeignetes Material wählen: Verwenden Sie Behälter aus Kunststoff oder einem anderen nicht metallischen Material. Metall, auch ein metallischer Schraubdeckel oder metallische Beschichtungen, schirmt das RFID-Signal ab. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller oder Lieferanten nach, ob die Behälter für RFID geeignet sind.
  2. Transponder außen und mit Abstand zur Figur anbringen: Kleben Sie den Transponder außen auf den Behälter, z. B. auf die Seitenwand oder den Boden. Der Transponder sollte möglichst weit vom Fuß der Figur entfernt sein, in dem sich deren Chip befindet. So stören sich die beiden Chips weder bei der Verbuchung noch beim Abspielen auf der Toniebox.
  3. Figur im Behälter fixieren: Die Figur sollte im Behälter nicht hin- und herschlagen, z. B. durch passende Behältergröße oder eine Polsterung. Das schont Figur und Transponder.
  4. Transponder vor dem Einsatz testen: Prüfen Sie nach dem Beschreiben, ob der Transponder mit Figur im Behälter an Theke und Selbstverbucher zuverlässig erkannt wird.

Im Behälter finden zusätzlich Barcode, Titel, Reihennummer oder ein Cover Platz, da auf der Figur selbst meist kein Raum dafür ist.

Bekannte Probleme

Transponder wird als „nicht initialisiert“ gemeldet, der Selbstverbucher blockiert die Ausleihe
Das Verbuchungsgerät erkennt den Chip der Toniefigur als zusätzlichen Transponder. Da dieser keine Bibliotheksdaten enthält, wird er als nicht initialisiert gemeldet.
Abhilfe: Prüfen Sie, ob der Fehler verschwindet, wenn Sie nur den Behälter ohne Figur auflegen. Wenden Sie sich dann an Ihren RFID-Anbieter und klären Sie, ob sich das Auslesen fremder Chips in der Konfiguration Ihrer RFID-Geräte unterdrücken lässt. Alternativ kann der Chip der Figur mit RFID-/NFC-Abschirmmaterial abgeschirmt werden. Das ist allerdings technisch anspruchsvoll, weil der Bibliothekstransponder lesbar bleiben und die Toniebox die Figur weiterhin erkennen muss.

Transponder wird nur bei direktem Auflegen erkannt (z. B. Schraubdosen mit Transponder im Deckel)
Metallische Behälter oder Deckel schirmen das Signal ab.
Abhilfe: Verwenden Sie nicht metallische Behälter oder bringen Sie den Transponder in einem nicht abgeschirmten Bereich an. Alternativ setzen Sie einen geeigneten Abstandshalter zwischen Transponder und Metall ein. Eine Einstellung in BIBLIOTHECAnext kann die physikalische Abschirmung nicht ausgleichen.

Verbuchung oder Abspielen funktioniert nur unzuverlässig, wenn Transponder und Figur sehr dicht beieinander liegen
Die beiden Chips stören sich gegenseitig.
Abhilfe: Vergrößern Sie den Abstand zwischen Transponder und Figur, wie oben unter Lösung beschrieben.

Tonies ohne Behälter können nicht über die Außenrückgabe zurückgegeben werden
Figuren mit lose angebrachten Transpondern, z. B. Kärtchen am Kabelbinder oder Sicherungsbänder mit RFID-Chip aus dem Bibliotheksfachhandel, sind für Rückgabeautomaten meist ungeeignet.
Abhilfe: Nutzen Sie für diese Tonies die Rückgabe an der Theke oder verwenden Sie Behälter.